TECHNICAL DOCUMENTATION
SSP 212 Schaltsaugrohre der VR-Motoren

Loading PDF…
Read document text
Service.Selbststudienprogramm 212Schaltsaugrohre der VR-MotorenGrundlagen und Funktionsbeschreibungn•M P= [kW] 9550M [Nm]P [kW]n [min-1]skDen Charakter eines Motors bestimmen weitestgehend seine Leistung und sein Drehmoment. Einen hohen Einfluß darauf hat der Füllgrad der Zylinder und die geometrische Form der Ansauganlage. Ein hohes Drehmoment erfordert andere geometrische Saugrohre als hohe Leistungsabgabe.MEin Kompromiß bildet eine mittlere Saugrohrlänge mit mittlerem Querschnitt, optimal ist ein schaltbares Saugrohr.an uPrüf-, Einstell- und Reparaturanweisungen entnehmen Sie bitte der dafür vorgesehenen KD-Literatur.Das Selbststudienprogramm ist kein Reparaturleitfaden!2rip212_020Wie Drehmoment und Leistung der VR-Motoren durch das neue Saugrohrkonzept und die Saugrohrgestaltung optimiert werden konnten, wie eine Saugrohranlage auf die Luftversorgung überhaupt Einfluß nimmt, finden Sie in diesem Selbststudienprogramm. Am Beispiel des VR6-Motor bei dem das konventionelle Saugrohr durch das neue Schaltsaugrohr ersetzt wird, ist der Zugewinn an Leistung und Drehmoment deutlich sichtbar. Das Schaltsaugrohrkonzept der VR-Motoren ist zum Patent angemeldet!NEUtAchtung HinweisAuf einen BlickLeistung und Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4Die Luftversorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5Luftführung am Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Das Prinzip der Schwingrohraufladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5Drehmomentstellung VR6-Schaltsaugrohr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Leistungsstellung VR6-Schaltsaugrohr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Leistung/Drehmoment am VR6-Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Lastabhängiges Umschaltkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Leistungssammler und Schaltwalze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Die Füllung des Leistungssammlers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14Ventil für Registersaugrohrumschaltung N156 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Man uPrüfen Sie Ihr Wissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19skSaugrohrumschaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15rip3Die Schaltsaugrohre der VR-Motoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8tLeistung und DrehmomentHohe Leistung und hohes Drehmoment bei einem geringen Kraftstoffverbrauch sind Merkmale eines modernen Triebwerkes für Kraftfahrzeuge. Wie erreicht man dieses Ziel? Die Leistung P ist das Produkt aus Drehzahl n und Drehmoment M. Eine höhere Leistung erhält man entweder durch ein höheres Drehmoment oder durch eine höhere Drehzahl. Die vielen bewegten Massen eines Motors (Kolben, Pleuel, Kurbelwelle usw.) setzen aber einer Drehzahlerhöhung Grenzen. Verbleibt zur Leistungssteigerung also nur das Drehmoment.ripP = n • M [kW] 9550n = Drehzahl[1/min] M = Drehmoment [Nm] 9550 Größen, wenn die ZahlenwerteUm das Motordrehmoment zu erhöhen, kann man den Hubraum vergrößern oder die Verdichtung erhöhen. Da entgegen technischer Vorteile sehr oft die Kraftfahrzeugsteuer nach Hubraum bemessen wird, ist aus gegebenem Hubraum die Zielstellung auf anderem Weg zu erreichen, nämlich die Effektivität des Motors zu steigern. Ein fülliger Verlauf des Drehmomentes als Funktion der Drehzahl wird so zum Maß aller Dinge. Ein maximales Drehmoment erhält man durch eine vollständige Verbrennung des KraftstoffLuftgemisches zum richtigen Zeitpunkt.an uMJede vollständige Verbrennung benötigt aber ein ganz bestimmtes Verhältnis zwischen Luft und Kraftstoff. Der Motor sollte bei jeder Drehzahl optimal mit Luft versorgt werden. Der Liefergrad λL gibt eine qualitative Aussage zur Luftversorgung:skλL == konstanter Zahlenfaktor, ergibt sich aus der Umrechnung aller rechnerischen für n in 1/min und M in Nm eingehen.mL = tatsächliche Luftmasse im Zylinder in [kg] mth = theoretische Luftmasse in [kg]4t212_010mL mth[–]Die LuftversorgungLuftführung am MotorDie Beschickung des Motors mit der notwendigen Verbrennungsluft übernimmt die Ansauganlage. Sie sorgt für eine gleichmäßige Versorgung aller Zylinder des Motors mit Luft. Bei Vergasermotoren und Motoren mit Zentraleinspritzanlagen wird in der Ansauganlage auch die Gemischaufbereitung realisiert, es wird ein Kraftstoff-Luft-Gemisch transportiert. Ansauganlagen für Mehrdüsen-Einspritzsysteme transportieren nur Luft. Dies eröffnet dem Konstrukteur wesentlich mehr Möglichkeiten bei der Saugrohrgestaltung, um eine bessere Ausnutzung gasdynamischer Selbstaufladungseffekte zu erzielen.AbgasLuftfilter DrosselklappeSchwingrohrean uDas Prinzip der SchwingrohraufladungEine Ansauganlage arbeitet nach dem Prinzip der Schwingrohraufladung, d. h. es werden Druck- und Unterdruckwellen zur Zylinderfüllung genutzt, um den Liefergrad zu verbessern. Betrachten wir dazu die Vorgänge in der Ansauganlage.MDas Einlaßventil öffnet. Der Kolben bewegt sich im Zylinder abwärts in Richtung unterer Totpunkt (UT). Er erzeugt im Bereich des Einlaßventils eine Unterdruckwelle.skUnterdruckwelleripSammlerPrinzipieller Aufbau einer Luftführung am MotorBeginn der SchwingrohraufladungtLuft212_004212_0055Die LuftversorgungDiese Unterdruckwelle breitet sich durch das Schwingrohr zum anderen Ende aus, welches in einen Sammler ragt.UnterdruckwelleAn diesem Rohrende wirkt die Unterdruckwelle auf das anstehende Luftvolumen im Sammler.ripAusbreitung der Unterdruckwellean uIm Sammler besitzt das Luftvolumen etwa Umgebungsdruck. Dieser ist deutlich höher als der Luftdruck am offenen Rohrende des Schwingrohres.skDruckwelle Schwingrohr SammlerDer jetzt am Rohrende anstehende Unterdruck reißt die hier befindlichen Luftmassen mit.MDiese zwängen sich gleichzeitig in das Schwingrohr, so daß an Stelle der Unterdruckwelle jetzt eine gleich große Druckwelle entsteht, die sich zum Einlaßventil hin ausbreitet. Dieser Effekt wird auch so charakterisiert: Die Unterdruckwelle wird am offenen Rohrende im Sammler reflektiert.Entstehung der Druckwelle6tSchwingrohr Sammler212_006212_007Diese Druckwelle läuft durch das Schwingrohr zurück und drückt die Luftmasse am noch offenen Einlaßventil vorbei in den Zylinder. Dies erfolgt solang, bis der Druck vor dem Einlaßventil und der Druck im Zylinder gleich groß sind. Der Motor erfährt eine “innere Aufladung“. Der Liefergrad (siehe Seite 4) erreicht dadurch Werte um 1,0 und sogar darüber. Dadurch, daß das Einlaßventil schließt, wird ein Rückströmen der inneren Aufladung in das Saugrohr verhindert. Die Zeit t (in Millisekunden) zum Bewältigen der Strecke s vom Einlaßventil zum Sammler und zurück, den die Unterdruck- bzw. Druckwellen benötigen, ist immer gleich, da sie sich mit Schallgeschwindigkeit v bewegen. Die Zeit, in welcher die Einlaßventile geöffnet sind, ist aber drehzahlabhängig.DruckwelleSchwingrohrt=an uBei steigender Drehzahl wird so die Zeitspanne, in der bei geöffnetem Einlaßventil Luft in den Zylinder strömen kann, immer kürzer.Eine zurückkommende Druckwelle aus einem konstruktiv für niedrige Drehzahlen konzipierten Schwingrohr würde bei höheren Drehzahlen auf das schon geschlossene Einlaßventil treffen. Die “innere Aufladung“ kann nicht erfolgen. Es wird deutlich – zur optimalen inneren Aufladung wird für jede Motordrehzahl eine andere Schwingrohrlänge benötigt.sksMDer technische Kompromiß sind Saugrohre unterschiedlicher Länge! Lange Rohre (Drehmomentstufe) für untere bis mittlere Drehzahlen.Kurze Rohre (Leistungsstufe) für hohe Drehzahlen. Die unterschiedlich langen Schwingrohre werden dann drehzahlabhängig zu- oder abgeschaltet = Schaltsaugrohre.ripDie “innere Aufladung“s = konstant (Schwingrohrlänge) v = konstant (Schallgeschwindigkeit)Unterdruckwelle DruckwelleJe höher die Drehzahl, um so kürzer die Saugrohrlänge.t212_008[ms]212_0097Die Schaltsaugrohre der VR-MotorenLeistungssammlerSchwingrohre HauptsammlerripVR6-SchaltsaugrohrSchaltwalzenbetätigungSaugrohrunterteilDie Schaltsaugrohre sind als Überkopfsaugrohre mit unterschiedlichen Kanallängen gestaltet. Die Schwingrohrlängen sind zudem zylinderbankspezifisch und daher Mittelwerte. Sie sind für den VR5- und VR6-Motor verschieden lang.Schwingrohrlänge (mm) Drehmomentrohre Leistungsrohre VR5 330 VR6 770 450Aus Montagegründen wurden die Schaltsaugrohre in ein Saugrohrunterteil und Saugrohroberteil getrennt.MIm Saugrohrunterteil sind die Einspritzventile und die Kraftstoffverteilerleiste mit Druckregler integriert. Das Saugrohroberteil beinhaltet die Schwingrohre, den Sammler, die Schaltwalze mit Schaltbetätigung, den Hauptsammler und den Drosselklappensteller, der am Hauptsammler angeflanscht ist.8an u700skDie Einlaßkanäle des Zylinderkopfes gehen durch das Saugrohrunterteil in die Schwingrohre im Saugrohroberteil über. Hier verzweigen sie sich in Drehmoment- und Leistungsrohre. Die Drehmomentrohre werden im engen Bogen über den Zylinderkopf geführt und münden in den Hauptsammler. Die Leistungsrohre verlaufen im größeren Bogen vor den Drehmomentrohren und münden in den zweiten Sammler, den Leistungssammler, der über dem vorderen Teil der Drehmomentrohre angeordnet ist. Quer zu den Rohren ist in die Leistungsrohre eine Schaltwalze eingefügt. Sie schaltet bei Bedarf die Leistungsrohre und damit den Leistungssammler zu. Für alle VR-Motoren ist das Schaltsaugrohr aus Kunststoff vorgesehen. Dies ist kostengünstiger als Aluminiumguß, leichter und bietet akustische Vorteile.tDrosselklappensteller212_028Drehmomentstellung VR6-SchaltsaugrohrSchaltwalze in Drehmomentstellung Wirkungslänge der Drehmomentrohre Drehmomentrohre Lufteintritt an der DrosselklappensteuereinheitDie Drehmomentstellung zeigt die Luftführung im unteren Drehzahlbereich.LiefergradDer Zylinder saugt die Luft durch die langen Drehmomentrohre direkt aus dem Hauptsammler. Die Wirkungslänge der Drehmomentrohre = Schwingrohrlänge liegt bei 770 mm.Bei niedrigen und mittleren Drehzahlen ergibt sich ein hohes Liefergradniveau.an u0,9 0,8 0,7 1000Die Schaltwalze hat die Leistungsrohre verschlossen.sk1,0 2000MLiefergradvergleich mit Schaltsaugrohr ohne Schaltsaugrohr LiefergradgewinnripDrehmomentstellung (lange Rohre)3000DrehzahltHauptsammler212_0114000212_0129Die Schaltsaugrohre der VR-MotorenLeistungsstellung VR6-SchaltsaugrohrSchaltwalze in Leistungsstellung Leistungsrohre LeistungssammlerZuschaltung der Leistungsrohre bei Drehzahl n (min-1)VR5 4200MLiefergradvergleich mit Schaltsaugrohr ohne Schaltsaugrohr Liefergradgewinn10an uLeistungsstellung (kurze Rohre)1,0 0,9 0,8 0,7 4000 5000 6000skVR6 3950212_014Wirkungslänge der LeistungsrohreripBei einer festgelegten Drehzahl wird die Schaltwalze um 90o gedreht. Dadurch werden die Leistungsrohre zugeschaltet und die Verbindung zum Leistungssammler freigegeben, was eine Wirkungslänge der Leistungsrohre von 450 mm ergibt. Die Luft wird jetzt über Leistungsrohre und Drehmomentrohre zugeführt. Die Luftversorgung des Leistungssammlers erfolgt über die Drehmoment- und Leistungsrohre, deren Zylinder nicht ansaugen (siehe auch Seite 14). Die zu Beginn des Ansaugvorganges erzeugte Unterdruckwelle wird am Ende der Leistungsrohre im Leistungssammler reflektiert. Sie kommt somit nach kürzerer Zeit als Druckwelle zum Einlaßventil zurück. Die verkürzte Schwingrohrlänge (Leistungsrohr) bewirkt bei hohen Drehzahlen ein hohes Liefergradniveau. Die auf das Leistungsbereich ausgelegte Leistungsstellung ergibt im Liefergradvergleich erwartungsgemäß geringe Unterschiede.tHauptsammler212_013Leistung und Drehmoment am VR6-Motor/ mit und ohne Schaltsaugrohr140120250230M (Nm)210sk4000 5000190170 1000 20003000n (min-1)an uM = Drehmoment P = Leistung n = DrehzahlIm unteren und mittleren Drehzahlbereich ist der Gewinn an Leistung und Drehmoment durch das neue Schaltsaugrohr am VR6-Motor deutlich ersichtlich (der VR5-Motor hat seit Serienbeginn ein Schaltsaugrohr).Verunreinigungen, wie Staub oder Öl können sich im Spalt zwischen Schaltwalze und Gehäuse festsetzen und ihre Funktion beeinträchtigen. Um die Funktion zu gewährleisten, wurde das Umschaltkonzept in einem ersten Entwicklungsschritt um einen Schaltpunkt erweitert. Die Schaltwalze wird dabei bis ca. 1100 min-1 in Leistungsstellung gehalten und erst dann in die Drehmomentstellung gebracht. Durch diesen zusätzlichen Schaltpunkt wird die Schaltwalze wiederholt betätigt und Verunreinigungen können sich nicht festsetzen.MDas hohe Drehmoment erlaubt eine gemäßigte Fahrweise im unteren und mittleren Drehzahlbereich und das häufige Benutzen oberer Gänge ohne Zugkraftverlust und mit geringem Kraftstoffverbrauch.Die Folge ist, daß die Schaltwalze selten in Funktion tritt.rip80 60 40 20 0Leistung mit Schaltsaugrohr Leistung ohne Schaltsaugrohr Drehmoment mit Schaltsaugrohr Drehmoment ohne Schaltsaugrohr Leistungs-/Drehmomentgewinnt1006000212_01511Die Schaltsaugrohre der VR-MotorenEin neuer Entwicklungsschritt – das lastabhängige UmschaltkonzeptDiese Einrichtung ist zum Patent angemeldet!Schaltpunkte beim VR5-Motor250200150Schaltwalze in100Drehmomentstellung500 1000 2000sk3000 4000 5000Drehzahl n (min-1)ripSchaltschwelle – Umschalten von Leistungsstellung in Drehmomentstellung6000 7000VollastDrehmoment M (Nm)Nach diesem Konzept werden die Schaltpunkte zum Umschalten der Schaltwalze lastabhängig gesteuert.Die Schaltwalze steht im Kennfeldbereich unterhalb des Drehmomentmaximums in Leistungsstellung. Dies ist gleichzeitig die Ruhestellung bei Stillstand des Motors. Zur Erzielung der maximalen Füllung wird sie erst nahe Vollast in die Drehmomentstellung umgeschaltet. Durch die damit verstimmten Schwingrohre wird der Nachlade-Effekt im Teillastbereich geringer. Der Motor braucht für die gleiche konzipierte Leistung weniger belastet betrieben werden. Im Saugrohr herrscht geringere Gasdynamik und damit verminderte Ladungsbewegung im Brennraum.Man uNutzeffekt! Verbrauchsvorteil Weichere Verbrennung Akustik verbessert12t212_016Leistungssammler und SchaltwalzeLeistungssammlerSchaltwalzeSaugrohre (Leistungsrohre)MDie Schaltwalze ist aus Kunststoff und elastisch gelagert. Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Saugrohr und Schaltwalze und Sicherheit gegen Klemmen stellen hohe Anforderungen an die Prozeßsicherheit. Eine radiale Toleranz der Schaltwalze zum Leistungssammler ist zur Funktionssicherheit notwendig, darf aber nicht zu groß sein. Schon geringe Luftspalte führen zu einer deutlichen Minderung des erreichten Drehmomentes. Ursache ist das Überspringen und damit der Energieverlust der Reflexionswellen zwischen den Einzelrohren zum Leistungssammler.an uM (Nm)Die im Saugrohroberteil angeordnete Schaltung ist nach dem Schaltwalzenprinzip ausgeführt. EineSchaltwalze verläuft quer zu den Saugrohren (Leistungsrohre) aller Zylinder. Die Schaltwalze hat für jedes Leistungsrohr einen gesonderten Durchgang. In Leistungsstellung werden die Durchgänge zum Bestandteil der Leistungsrohre.sk225 200 175Schaltsaugrohr VR5-Motor mit Schaltwalze in DrehmomentstellungripLuftspalt0,27 mm 0,42 mm 0,58 mm 0,72 mm 150 125 2000 4000Einfluß des Luftspaltes der Schaltwalze auf das Drehmoment am VR5-Motor. Das Drehmomentmaximum verschiebt sich im Bereich höherer Drehzahlen. Im Leistungsbreich (offene Leistungsrohre) hat der Luftspalt zwangsläufig keine Bedeutung.t212_0176000n (min-1)212_01813Die Schaltsaugrohre der VR-MotorenDie Füllung des LeistungssammlersZur Erinnerung: Schaltwalze geschlossen = Drehmomentstellung Alle Zylinder erhalten über ihr zugehöriges Drehmomentrohr ihre Luftfüllung direkt aus dem Hauptsammler. Der Leistungssammler ist für alle Zylinder versperrt. Auf den Füllgrad der Zylinder nimmt er keinen Einfluß. Der Leistungssammler selbst wird nicht gefüllt.Drehmomentrohr Leistungssammler Schaltwalze geschlossenripLeistungsrohr575 oKW Zylinder 1 2 555 oKW Zylinder 2 1 3 4 5 3 605 oKW 635 oKW Beispiel Strömungsverlauf im Sammlervolumen. auf Zyliinder 1. Strömungsrichtung ab etwa 605o-Kurbelwinkel.Schaltwalze offen = Leistungsstellung Die Schaltwalze hat mit ihren Durchlässen (je ein Durchlaß pro Saugrohr) die Leistungsrohre mit dem Leistungssammler verbunden.an uDer Zylinder, der gerade ansaugt, erhält primär seine Luft über sein Leistungsrohr und auch noch über sein Drehmomentrohr.sk212_0024 5Der Leistungssammler wird in dieser Leistungsstellung durch den Volumenstrom gefüllt, der an den geschlossenen Einlaßventilen der nicht ansaugenden Zylinder reflektiert wird.MIm Sammlervolumen kommt es dabei zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten.Eine direkte Verbindung vom Hauptsammler zum Leistungssammler zu dessen Füllung ist durch die gesamte Saugrohrkonzeption nicht erforderlich.Bei 555o-Kurbelwinkel Wechsel der Strömung von Zylinder 3 Der Ansaugvorgang des Zylinders 2 führt zur Umkehr der14t212_003Leistungssammler Schaltwalze offen212_021SaugrohrumschaltungUnterdruckdose Ventil für Registersaugrohrumschaltung N156Saugrohr/ HauptsammlerUnterdruckleitungAnsteuerung vom MotorsteuergerätUnterdruckbehälterDie pneumatische SchaltungDie Saugrohrumschaltung erfolgt pneumatisch mittels Unterdruck.an uUnterdruckdoseGesteuert wird die pneumatische Betätigung vom Motorsteuergerät über das Ventil für Registersaugrohrumschaltung N156. Abgenommen wird der Unterdruck am Hauptsammler des Saugrohres.skIm Unterdruckbehälter wird Unterdruck gespeichert, ein Rückschlagventil verhindert das Abblasen des Unterdruckes. Die Schaltwalze steht im Stillstand des Motors und bei Leerlauf in Leistungsstellung, d. h. also kurzer Saugweg. Sie wird von der Druckfeder in der Unterdruckdose in dieser Position gehalten.MDas Ventil für Registersaugrohrumschaltung sperrt den Unterdruck zur Unterdruckdose ab. Bei Ansteuerung des Ventils für Registersaugrohrumschaltung wird Unterdruck zur Unterdruckdose freigegeben.Die Spannung der Druckfeder wird überwunden und die Membran mit der Zugstange nach unten gezogen. Die Schaltwalze wird um 90o gedreht. Die Drehmomentstellung wirkt.ripRückschlagventil212_019tzu weiteren Verbrauchern Zugstange Druckfeder Membran Anschluß der Leitung vom Magnetventil212_02315SaugrohrumschaltungVentil für Registersaugrohrumschaltung N156Funktion Das Ventil für Registersaugrohrumschaltung ist ein Magnetventil. Es wird vom Motorsteuergerät last- und drehzahlabhängig angesteuert. Der atmosphärische Luftdruck wirkt auf den Magnetanker, der das Ventil bildet. Mit seiner Ventilplatte aus Gummi sperrt er die Unterdruckleitung zur Unterdruckdose. Bei Ansteuerung wird der Magnetanker angehoben und die Unterdruckleitung geöffnet. Ein Schaumstoff-Filter am Eintritt des atmosphärischen Luftdruckes verhindert das Eindringen von Schmutzpartikeln, die die Bewegung des Ventils beeinträchtigen könnten. Notlauffunktion Bei fehlendem Signal bleibt der Weg des Unterdruckes zur Unterdruckdose versperrt. Der kurze Ansaugweg im Schaltsaugrohr ist offen. Eine Ersatzfunktion ist nicht vorgesehen. Eigendiagnose Die Eigendiagnose erfolgt in den FunktionenSJ17atmosphärischer Luftdruck Schaumstoff-Filter MagnetwicklungMagnetanker (Ventil)zur Unterdruckdose vom UnterdruckbehälterVentilplatte212_02202 - Fehlerspeicher abfragen Kurzschluß nach Masse Kurzschluß nach Plus Unterbrechung 03 - Stellglieddiagnose Elektrische Schaltung J17 J220 N156 S Kraftstoffpumpenrelais Motorsteuergerät Ventil für Registersaugrohrumschaltung SicherungN156J220212_00116ServiceDas Schaltsaugrohr und die Betätigung sind wartungsfrei. Wird zum Motor Leistungsmangel ausgewiesen, kann die Funktion des Schaltsaugrohres leicht geprüft werden: – Über die Eigendiagnose Hier ist das Ventil für Saugrohrumschaltung unter den Funktionen 02 - Fehlerspeicher auslesen und 03 - Stellglieddiagnose erfaßt. – Visuelle Kontrolle der 90o-Schaltbewegung an der Unterdruckdose mit Hilfe der Motordrehzahl. Die Kenntnis der Arbeitsweise des Schaltsaugrohres hilft dabei. Wichtig: Bei Motorstillstand und im Leerlauf steht die Schaltwalze in Stellung kurzer Saugweg/Leistungsstellung. Beachte: Unterschiedliche Schaltkonzepte. = mit Zusatzschaltpunkt, bis zur Drehzahl von 1100 min-1 in Leistungsstellung, dann erfolgt Umschaltung in Drehmomentstellung und bei 4200 min-1 wieder Leistungsstellung = lastabhängiges Umschaltkonzept bei Gasstoß auf Vollast unterhalb 4000 min-1 erfolgt Umschaltung auf Drehmomentstellung Prüfung der Schaltbewegung über den Unterdruck mit der Handvakuumpumpe V.A.G 1390.Leerlauf/Leistungsstellung212_025V.A.G - EIGENDIAGNOSE 01 - MotorelektronikHELP1 2 3 4 5 6 7 8 9 C 0 QHELPPRINT203_02690o-SchaltbewegungV.A.G 1390Die genaue Vorgehensweise zu allen Prüfungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Reparaturleitfaden.212_02717Prüfen Sie Ihr WissenWelche Antworten sind richtig? Manchmal nur eine. Vielleicht aber auch mehr als eine – oder alle! Diese Stellen .............................. ergänzen Sie bitte.1.Die “innere Aufladung“ eines Ottomotors wird von der Drehzahl und der Öffnungszeit des Einlaßventiles bestimmt. Daraus leitet sich der 1. Grundsatz ab:Je .................... die Drehzahl, um so .................... die Saugrohrlänge.2.Der 1. Grundsatz ist folglich die Basis für das Konzept eines Schaltsaugrohres mit .................... Saugrohr im unteren Drehzahlbereich für .................... ..................... . mit .................... Saugrohr bei hohen Drehzahlen für die Leistungsabgabe.3.Der Liefergrad λL gibt eine Aussage A. B. C.zur Mischung von Kraftstoff und Luft zur Mischung von Kraftstoff und Sauerstoff zur Luftversorgung mit der tatsächlichen Luftmasse im Zylinder zur theoretischen Luftmasse.4.Ein Merkmal der Konzeption der Schaltsaugrohre an den VR-Motoren ist die Schaltwalze. Diese A. B. C. liegt quer vor allen Drehmomentrohren gibt bei Ansteuerung den Weg zum Drehmomentrohr frei bildet bei Ansteuerung mit ihren Durchbrüchen die Verbindung von den Leistungsrohren zum Leistungssammler.?212_024185.Vom Hauptsammler gehen A. B. C.die Drehmomentrohre ab die Leistungsrohre ab Sonderrohre zur Versorgung der Leistungsrohre ab6.Das über das Schaltsaugrohr erreichte hohe Drehmoment erlaubt im unteren und mittleren Drehzahlbereich das häufige Benutzen oberer Gänge ohne Zugkraftverlust. A. B. C.Das wirkt vorteilhaft auf die Funktionsdauer der Schaltwalze, weil wenig betätigt. Das wirkt ungünstig auf die Funktion der Schaltwalze, weil wenig betätigt. Zur Selbstreinigung der Schaltwalze ist eine öftere Schaltbewegung günstig. Deshalb ist das Schaltkonzept um einen Schaltpunkt im unteren Drehzahlbereich erweitert.7.Die Schaltwalze ist .................... gelagert. Sie wird .................... betätigt. Einfluß auf das Drehmoment nimmt der .................... .8.Das Stellelement zum Betätigen der Schaltwalze ist die Unterdruckdose. A. B. C.Eine Druckfeder in der Unterdruckdose hält die Schaltwalze in der Leistungsstellung. Eine Druckfeder in der Unterdruckdose hält die Schaltwalze in der Drehmomentstellung. Die Leistungsstellung wird über den Unterdruck umgeschaltet.1. höher, kürzer; 2. langem, hohe Drehmomentabgabe, kurzem; 3. C; 4. C; 5. A; 6. B, C; 7. elastisch, pneumatisch, radiale Luftspalt; 8. A?Lösungen19Service.212Nur für den internen Gebrauch © VOLKSWAGEN AG, Wolfsburg Alle Rechte sowie technische Änderungen vorbehalten 740.2810.31.00 Technischer Stand 12/98Y Dieses Papier wurde aus chlorfrei gebleichtem Zellstoff hergestellt.