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SSP 021 Automatisches Getriebe 01M

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Service21Automatisches Getriebe 01MInformationen zur TechnikSelbststudienprogrammJEDER ZWEITE AUF DER WELT FÄHRT AUTOMATISCH!SP21-30Das Automatikgetriebe 01M im OCTAVIA verkörpert ausgereifte Technik in der Getriebe-Schaltautomatik. Die Automatik bietet die Wahl zwischen unterschiedlichen Schaltprogrammen – abhängig von den Gaspedalbewegungen des Fahrers und der Fahrsituation. Bei ruhigem Fahrstil schaltet sie auf „Economy“, bei forscher Bewegung am Gaspedal auf „Sport“. Bei Steigungen oder Gefällen werden die Schaltpunkte in Abhängigkeit von Gaspedalstellung und Fahrgeschwindigkeit automatisch ausgewählt. Mittels einer ausgefeilten elektro-hydraulischen Steuerung vereint das Automatikgetriebe Leistung, Sparsamkeit und Fahrkomfort zu einem gelungenen Automatik-Fahrgefühl. Eine umfassende Eigendiagnose überwacht die elektrisch/elektronische Steuerung und sichert, daß auftretende Unregelmäßigkeiten schnell erkannt werden. Das Selbststudienprogramm soll dazu dienen, entsprechende Kenntnisse über Bauteile, Aufbau und Funktion des automatischen Getriebes zu gewinnen.2InhaltEinführung Das automatische Getriebe 01M Wählhebelpositionen Mechanik Planetengetriebe Planetenradsatz Achsantrieb/Ausgleichsgetriebe Ölkreislauf Ölkreislauf (schematisch) Ölpumpe (ATF-Pumpe) Drehmomentwandler Der hydrodynamische Drehmomentwandler Überbrückungskupplung Wandlerüberbrückungskupplung Hydraulischer Kraftverlauf Mechanischer Kraftverlauf Arbeitsweise der Überbrückungskupplung Schaltelemente Lamellenkupplungen Lamellenbremse Freilauf Kraftverlauf Systemübersicht Sensoren Aktoren Teilsysteme Wählhebelsperre Parksperre Notprogramm/-lauf Eigendiagnose Funktionsplan 4 4 8 10 10 12 13 14 14 15 16 16 18 18 19 19 20 22 22 24 25 26 32 34 43 48 48 50 51 52 54Servicexxxxxxxxxxxxxxxx OCTAVIAService Servicexxxxxxxxxxxxxxxx OCTAVIA xxxxxxxxxxxxxxxx OCTAVIAService Servicexxxxxxxxxxxxxxxx OCTAVIA xxxxxxxxxxxxxxxx OCTAVIAXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXHinweise zu Inspektion und Wartung, Einstell- und Reparaturanweisungen finden Sie im Reparaturleitfaden.3EinführungDas automatische Getriebe 01MÖlkühler (ATF-Kühler) Ölpumpe (ATF-Pumpe) PlanetengetriebeZwischenzahnradstufeDrehmomentwandler mit ÜberbrückungskupplungAusgleichsgetriebeFlanschwelleSP21-54Das automatische Getriebe 01M wurde für Fahrzeuge mit einem Leistungsbereich von 55 bis 128 kW entwickelt. Entsprechend der Einbaulage des Motors im OCTAVIA ist auch das Getriebe quer zur Fahrtrichtung angeordnet. Die Mechanik des automatischen Getriebes arbeitet nach dem Prinzip der Planetengetriebe. Die Steuerung erfolgt hydraulisch - elektronisch. Das hydraulische Schaltgerät ist unterhalb des Getriebes in der Ölwanne angebracht. Das elektronische Steuergerät (EGS) ist im Fahrzeug (im Wasserkasten) eingebaut. Es verarbeitet Eingangsinformationen und wählt entsprechend der Fahrweise ein passendes Schaltprogramm. Das Schalten erfolgt dann automatisch. In der Gesamtübersetzung ist das Getriebe und der Drehmomentwandler auf die jeweilige Motorleistung abgestimmt. Die Kraft vom Motor wird durch einen hydrodynamischen Drehmomentwandler mit integrierter Überbrückungskupplung in das Getriebe eingeleitet. Die 4 Vorwärtsgänge und der Rückwärtsgang werden mit einem Ravigneaux-Planetengetriebe gebildet. Über eine Zwischenzahnradstufe erfolgt die Kraftweiterleitung auf das Ausgleichsgetriebe und die Flanschwellen. Tripode-Gleichlaufgelenkwellen verbinden das Getriebe mit dem Radantrieb. Zur Kühlung des Getriebeöles sitzt ein separater Kühler direkt auf dem Getriebe. Der Ölkühler ist in den Kühlmittelkreislauf des Fahrzeuges eingebunden.5EinführungJe nach erforderlicher Übersetzung werden Sonnenräder oder der Planetenträger im Ravigneaux-Planetenradsatz festgehalten oder angetrieben und damit die 4 Vorwärtsgänge und der Rückwärtsgang gebildet. Die dazu notwendigen Schaltelemente sind die Kupplungen K1 bis K3 , die Bremsen B1 und B2 und der Freilauf F .FB1K3K1K2B2Ravigneaux-PlanetengetriebeKSP21-12Hydraulisches Schaltgerät (Schieberkasten)6Die Zuordnung der Schaltelemente K1 K2 K3 B1 B2 F K = = = = = = = 1. bis 3. Gang-Kupplung Rückwärtsgang-Kupplung 3. und 4.Gang-Kupplung Rückwärtsgang-Bremse 2. und 4. Gang-Bremse Freilauf Wandler-ÜberbrückungskupplungAlle Gänge werden hydraulisch geschaltet. Die Wandlerüberbrückungskupplung (K) wird bei vorgegebener Last und Geschwindigkeit hydraulisch geschlossen. Sie treibt dann alle Vorwärtsgänge mechanisch an.Welche Schaltelemente in den einzelnen Gängen betätigt werden, zeigt nachstehende Tabelle:B1 B2 K1 K2 K3 FKX = geschlossene Kupplungen, Bremsen oder Freilauf hydraulisch mechanischR 1 2 3 4H M H M H M H MSP21-28H = M=7EinführungWählhebelpositionenStar ten des Motors Der Motor kann nur in den Wählhebelstellungen P oder N gestartet werden. Wählhebelsperre In den Stellungen P und N ist der Wählhebel bei eingeschalteter Zündung gesperrt. Die Sperre wird durch Aufleuchten der Kontrollampe neben dem Wähldisplay angezeigt. Zum Aufheben der Sperre muß das Bremspedal getreten werden. Mit der Wählhebelsperre wird verhindert, daß unbeabsichtigt eine Fahrstufe eingelegt wird und sich das Fahrzeug unkontrolliert in Bewegung setzt. Zum Herausschalten aus den Positionen P oder N muß also das Bremspedal getreten und gleichzeitig die Taste für Wählhebelsperre gedrückt werden. Position/Funktion P = Parkposition Der Getriebeausgang ist mechanisch gesperrt. „P“ darf nur bei stehendem Fahrzeug eingelegt werden. Der Zündschlüssel kann abgezogen werden. Auch Startposition. Rückwärtsfahrbereich Darf nur bei stehendem Fahrzeug und Leerlaufdrehzahl eingelegt werden. Neutral (Leerlauf). Es findet keine Drehmomentübertragung statt. Auch Startposition. Drive - Automatik-Fahrstellung. Position für normalen Fahrbetrieb 1. bis 4. Gang. Automatisches Schalten 1. bis 3. und 3. bis 1. Gang. Der 4. Gang wird gesperrt. Fahrstufe einlegen, wenn es unter bestimmten Fahrbedingungen in der Stellung D zu häufigem Gangwechsel kommt. Ebenfalls empfehlenswert bei längeren Gefällestrecken. Automatisches Schalten 1. bis 2. und 2. bis 1. Gang Die Gänge 3 und 4 werden gesperrt. Fahrstufe einlegen im Gebirge mit längeren Steigungen und Gefällestrecken. Fahrzeug fährt nur im ersten Gang. Die Gänge 2 bis 4 werden gesperrt. Für extreme Gefällestrecken, um maximale Motorbremswirkung zu erreichen.Kontrollampe für Wählhebelsperre Taste für Wählhebelsperre WählhebelSP21-29R N D 3= = = =2 1= =8Anschieben Das Starten des Motors durch Anschieben oder Anschleppen ist mit automatischem Getriebe nicht möglich. Der erforderliche Steuerdruck zum Schalten eines Ganges wird von der ATF-Pumpe nur bei laufendem Motor erzeugt.SP21-14Eine Übertragung der Schubenergie des Fahrzeuges auf den Motor ist also aus technischen Gründen nicht realisierbar.Das Abschleppen des Fahrzeuges mit automatischem Getriebe ist möglich. Abschleppen Dazu ist die Wählhebelposition N zu schalten. Die Geschwindigkeit beim Abschleppen darf nicht höher als 50 km/h sein. Die Entfernung darf maximal 50 km betragen. Über größere Entfernungen muß das Fahrzeug zum Abschleppen an den Vorderrädern angehoben werden. Das Fahrzeug ist deshalb anzuheben, weil bei stehendem Motor die Schmierung an den rotierenden Getriebeteilen ausfällt.SP21-13Aus dem gleichen Grunde kann das Fahrzeug nicht mit angehobener Hinterachse geschleppt werden. Bei angehobener Hinterachse drehen die Antriebswellen rückwärts. Die Räder im automatischen Getriebe erreichen dann so hohe Drehzahlen, daß es in kürzester Zeit schwer beschädigt werden kann.9MechanikPlanetengetriebeÜbersicht (Hauptbauteile)12 11 109876AntriebsradPlanetengetriebeTurbinenwelleATF-PumpeSP21-101054321SP21-111 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12ATF-Pumpe (bildet mit ihrem Gehäuse den vorderen Getriebeabschluß) Stützrohr mit Bremse B2 (2. und 4.Gang) Rückwärtsgang-Kupplung K2 1. bis 3. Gang-Kupplung K1 / 3. und 4. Gang-Kupplung K3 / Turbinenwelle Antriebswelle, klein (ragt in den Planetenträger) Antriebswelle, groß (ragt in das kleine Sonnenrad) Sonnenrad, groß Sicherungsringe für Stützrohr und Freilauf Planetenträger mit Freilauf. Im Planetenträger befinden sich das kleine Sonnenrad und die kurzen und langen Planetenräder. Rückwärtsgang-Bremse B1 Hohlrad des Planetengetriebes, mit dem Antriebsrad (12) ein Baukörper Antriebsrad (im Getriebegehäuse mit zwei Kegelrollenlagern gelagert), trägt auch das Impulsrad für Geber für Fahrgeschwindigkeit G68Die Bauteile sind durch Kerbverzahnung miteinander verbunden. Die Kupplungen K1 und K3 und die Turbinenwelle sind miteinander verpreßt (Position 4).11MechanikPlanetenradsatzHohlrad großes SonnenradDie vier Vorwärtsgänge und der Rückwärtsgang werden mit einem Ravingneaux-Planetengetriebe gebildet. Es besitzt zwei Planetenradsätze im gemeinsamen Planetenträger: ein großes Sonnenrad, ein kleines Sonnenrad, ein Planetenträger mit drei langen Planetenrädern und drei kurzen Planetenrädern, ein Hohlrad Je nach erforderlicher Übersetzung (Gangwahl) werden Sonnenräder oder Planetenträger angetrieben oder abgebremst (siehe auch unter der Beschreibung Kraftverlauf). Das lange Planetenrad ist gestuft, dadurch ergeben sich günstige Übersetzungen und Gangabstufungen. Besonders vom 3. zum 4. Gang ergibt sich ein günstiger Gangsprung.AntriebsradPlanetenträgerkleines Sonnenrad kurzes Planetenrad langes PlanetenradSP21-16großes Sonnenradkleines SonnenradFunktionsweiseHohlradgroßes Sonnenrad Kleines Sonnenrad–greift in den großen Durchmesser des langen Planetenrades greift in das kurze Planetenrad greift in den kleinen Durchmesser des langen Planetenrades greift in den kleinen Durchmesser des langen Planetenrades–kurzes – Planetenrad Hohlrad –Planetenträger kurzes Planetenrad langes PlanetenradSP21-17Die Kraftübertragung zum Zwischenzahnradsatz erfolgt immer über das Hohlrad, das mit dem Antriebsrad fest verbunden ist.12Achsantrieb/AusgleichsgetriebeDie Kraftübertragung vom Planetengetriebe auf die Gelenkwellen erfolgt über Triebwelle (Zwischenradsatz) und Ausgleichsgetriebe. Das Ausgleichsgetriebe ist in der bekannten Bauart mit großen und kleinen Ausgleichskegelrädern ausgeführt. Es ist in Kegelrollenlagern gelagert. Die Verbindung zu den Gelenkwellen erfolgt über Gelenkflansche, die im Ausgleichsgetriebe stecken. Das Ausgleichsgetriebe hat zum Planetengetriebe eine getrennte Ölkammer. Die Abdichtung dieser Ölkammer gegenüber dem Planetengetriebe erfolgt mittels eines Lagerstützringes mit Dichtring auf der Triebwelle. Zur Schmierung des Ausgleichsgetriebes wird eine andere Ölsorte als im Planetengetriebe verwendet. Es läuft nicht im Ölkreislauf mit um.Triebwelle Antriebsrad am Planetengetriebe Abtriebsrad Lagerstützring mit DichtringGelenkflansch AusgleichsgetriebeSP21-9Hinweis: Die Ölmenge für den Achsantrieb wird getrennt vom Planetengetriebe kontrolliert. Der Antrieb für Geschwindigkeitsmesser wird als Kontrollstelle genutzt. Spezifikation und Füllmenge für den Achsantrieb entnehmen Sie bitte dem aktuellen Reparaturleitfaden. Das Öl wird getrennt abgesaugt und aufgefüllt!Der Achsantrieb – beginnend am Antriebsrad am Planetengetriebe – ist nach Montagearbeiten und bei ersetzten Bauteilen genau einzustellen. Der Reparaturleitfaden zum Automatikgetriebe enthält dazu präzise Hinweise und Einstellbeispiele.13ÖlkreislaufÖlkreislauf (schematisch)ATF-Kühler Schaltglieder SchmierstellenDrehmomentwandlerATF-PumpeDruckRegelung FilterDruckVerteilung Hydraulisches SchaltgerätSP21-19Das Automatik-Getriebeöl (sehr oft nur als ATF = A utomatik T ransmission F luid bezeichnet) befindet sich in der Ölwanne unter dem Getriebe. Da das Getriebeöl nicht nur zur Schmierung (wie beim Schaltgetriebe), sondern als Arbeitsmedium für den Drehmomentwandler und die automatische Schaltung benötigt wird, ist eine Ölpumpe erforderlich. Die Ölpumpe saugt das Öl über einen Ölfilter an, erzeugt den Arbeitsdruck (bis 25 bar) und fördert das Drucköl an die Funktionsbauteile. Die Druckregelung (Druckregelventile) reduziert den Öldruck auf unterschiedliche Werte, wie er für verschiedene Funktionen erforderlich ist. (z.B. Schmierdruck 3 bis 6 bar, Schaltdruck 1 bis 12 bar).Die Druckverteilung findet im hydraulischen Schaltgerät statt. Mit einem getrennten Ölkreislauf wird der Drehmomentwandler mit Öl versorgt, die Lagerstellen aller sich drehenden Teile geschmiert und das Öl über den ATF-Kühler abgekühlt. Dieser ist in den Kühlmittelkreislauf des Fahrzeuges eingebunden. In der Ölwanne wird das AutomatikGetriebeöl, das aus den Nullabflüssen der Ventile sowie den Schmierstellen des Getriebes fließt, wieder gesammelt.Hinweis: Ölstandskontrolle nur bei laufendem Motor bei Prüftemperatur nicht über 30 °C in Wählhebelstellung P durchführen.14Ölpumpe (A TF-Pumpe)Die Ölpumpe befindet sich zwischen Drehmomentwandler und Planetengetriebe. Das Gehäuse bildet gleichzeitig den vorderen Abschluß des Getriebetunnels. Das Gehäuse der Pumpe ist mit einem Gleitlager zur Lagerung des Drehmomentenwandlers versehen. Die Ölpumpe wird durch die Nabe am Gehäuse des Drehmomentenwandlers direkt angetrieben. Sie läuft also immer mit Motordrehzahl. Die Ölpumpe ist eine innenverzahnte Zahnradpumpe und von der Ausführung eine „Mondsichelpumpe“. Bereits im Leerlauf des Motors liefert sie ausreichend Druck, um alle nachgeschalteten hydraulischen Systeme mit ausreichendem Arbeitsdruck zu versorgen und die Schmierung zu gewährleisten. Die Ölpumpe versorgt also das Getriebe und das hydraulische Schaltgerät mit Öl. Beim Auseinanderlaufen der Zähne vergrößert sich der Raum zwischen den Zähnen – Öl wird angesaugt und transportiert. Das Öl in den Zahnlücken passiert die Mondsichel. Diese schließt die Zahnzwischenräume gegeneinander ab, das Zurückfließen des Öles wird verhindert. Nach Passieren der Mondsichel verengt sich der Zwischenraum, der Druck des Öles steigt an.Mondsichel Außenrad Innenrad GehäuseSP21-18DruckkanalAnsaugkanalAm Pumpenauslaß liegt der Arbeitsdruck direkt an. Der Arbeitsdruck beträgt bis zu 25 bar. Er wird durch einen kontrollierten 0-Abfluß durch das Arbeitsdruckregelventil geregelt. Überflüssiges Öl wird bei höheren Drehzahlen direkt in die Saugseite zurückgeführt.15DrehmomentwandlerDer hydrodynamische DrehmomentwandlerSP21-32Der Drehmomentwandler befindet sich zwischen Motor und dem Automatikgetriebe, vergleichbar der Position der Trennkupplung beim Schaltgetriebe. Je nach Motorzuordnung ist er im Innenaufbau dem Motordrehmomenten angepaßt. Die Zuordnung zum jeweiligen Getriebe erfolgt mit Kennbuchstaben. Der Wandler besteht aus den bekannten drei wesentlichen Teilen: - Pumpenrad (das zugleich das Gehäuse des Drehmomentenwandlers ist) - Turbinenrad (mit der Turbinenwelle über Keilwellenprofil verbunden) - Leitrad (mit Freilauf) Der Wandler ist ein in sich kompaktes Bauteil, mit Öl gefüllt und steht unter Druck.Über das Wandlergehäuse wird auch die Ölpumpe des Automatikgetriebes angetrieben. Im Wandler befindet sich außerdem die Wandlerüberbrückungskupplung. Außen trägt der Wandler den Zahnkranz für den Anlasser. Mit drei Schrauben ist der Drehmomentwandler an der Mitnehmerscheibe befestigt, die an der Kurbelwelle des Motors angeschraubt ist. Die Befüllung des Wandlers mit Öl erfolgt über die Gesamtbefüllung des automatischen Getriebes. Er hat keinen gesonderten Ölraum – im Gegensatz zum Ausgleichsgetriebe, das getrennt befüllt wird. Bei Reparaturen dagegen – also im ausgebauten Zustand des Wandlers – ist der Wandler getrennt vom Öl zu entleeren. Es muß abgesaugt werden, z.B. mit Absauggerät V.A.G 1358.16GetriebeseiteMotorseite WandlergehäusePumpenrad TurbinenradFreilauf Antrieb zur ÖlpumpeTurbinenwelle (Antriebswelle des Getriebes)LeitradwelleLeitradWandlerüberbrückungskupplungAnlasserzahnkranzSP21-31Die Wirkungsweise des Wandlers ist im SSP 20 - Automatisches Getriebe/Grundlagen – näher beschrieben. Zur Erinnerung: Das Pumpenrad wird vom Motor angetrieben. Es beschleunigt das Öl durch die Zentrifugalkraft von innen nach außen. An der Gehäuseinnenwand wird das Öl zum Turbinenrad umgelenkt. Der Ölstrom treibt das Turbinenrad an. Die Strömungsenergie des Öles wird in eine mechanische Drehbewegung umgesetzt. Das Turbinenrad ist mit der Turbinenwelle (Antriebswelle des Getriebes) verbunden und leitet die Drehbewegung in das Getriebe ein. Hinweis: Der Drehmomentwandler erlaubt bei stehendem Fahrzeug und Motorleerlauf einen Gang einzulegen. Bereits in dieser Situation überträgt er ein geringes Drehmoment, das Fahrzeug zeigt die Neigung zum „Kriechen“. Deshalb ist das Fahrzeug im Leerlauf mit der Fußbremse zu halten (siehe auch Wählhebelsperre). Reparaturen am Drehmomentwandler sind nicht möglich. Bei eventuellen Schäden an Wandler, Anlasserzahnkranz oder Überbrückungskupplung erfolgt ein Austausch.17ÜberbrückungskupplungWandlerüberbrückungskupplungWandlergehäuseReibbelagvom MotorTorsionsdämpferSP21-6Der Drehmomentwandler wird mit zunehmender Drehzahl bekanntlich unwirtschaftlich. Er überträgt bei hohen Drehzahlen nicht das volle Motordrehmoment. Damit das gesamte Motordrehmoment übertragen wird, ist im Gehäuse des Drehmomentwandlers die Wandlerüberbrückungskupplung integriert. Sie ist eine mechanische Kupplung. Durch sie wird über den Reibbelag eine mechanische Verbindung vom Motor zum Automatikgetriebe hergestellt. Die Überbrückung des Drehmomentwandlers (und damit dessen Außerbetriebsetzung) erfolgt in bestimmten Fahrsituationen. Sie wird elektro-hydraulisch über das Magnetventil N91 entsprechend der Ansteuerung durch das Steuergerät aus- und eingekuppelt. Das Arbeitsmedium ist das Getriebeöl. Die Überbrückungskupplung ist mit dem Turbinenrad verbunden. Torsionsdämpfer am Umlauf der Überbrückungskupplung reduzieren die Drehschwingungen des Motors während des mechanischen Kupplungsvorganges. Die Überbrückungskupplung wird gangunabhängig geschaltet.18Hydraulischer Kraftverlauf die Überbrückungskupplung ist geöffnetvom MotorPumpenradTurbinenradTurbinenwelleSP21-33Mechanischer Kraftverlauf die Überbrückungskupplung ist geschlossenvom MotorWandlergehäuseÜberbrückungskupplungTurbinenwelleSP21-3419ÜberbrückungskupplungArbeitsweise der ÜberbrückungskupplungDer Zeitpunkt zum Schließen bzw. Öffnen der Überbrückungskupplung wird vom Steuergerät festgelegt. Die Steuerung erfolgt über das Modulationsventil N91.Zum Schließen und Öffnen der Überbrückungskupplung werden 3 Ölkanäle abwechselnd mit Öldruck beaufschlagt. Das 3-Leitungsprinzip mit dem Modulationsventil N91 ermöglicht einen gezielten Druckauf- und -abbau beim Schließen und Öffnen der Überbrückungskupplung. Ein komfortables ruckfreies Schließen ist möglich.SP21-35Die Überbrückungskupplung ist offen Öl fließt über die Kanäle B und C . Kanal A ist geschlossen. Das aus dem Kanal B austretende Öl fließt zum Planetengetrieb und dient dort zur Schmierung.ÖlkanäleSP21-3620Überbrückungskupplung Rückseite ReibbelagDie Überbrückungskupplung schließt Zum Schließen wird Öl über den Kanal A zugeführt. Kanal C wird geöffnet. Dadurch ist der Öldruck auf der Rückseite der Überbrückungskupplung höher als auf der Vorderseite. Der Reibbelag legt sich an das Wandlergehäuse an. Der mechanische Kraftschluß vom Motor zum Getriebe ist vollzogen.Wandlergehäuse Vorderseite der ÜberbrückungskupplungDie Schmierung des Planetengetriebs erfolgt über die Kanäle A und B .SP21-37Die Überbrückungskupplung wird geöffnet Das Öl wird wieder über den Kanal C zugeführt. Kanal A wird geschlossen. Dadurch erhöht sich der Druck auf der Vorderseite der Überbrückungskupplung. Die Überbrückungskupplung öffnet. Der Kraftverlauf erfolgt jetzt wieder hydraulisch vom Pumpenrad auf das Turbinenrad.Vorderseite der ÜberbrückungskupplungDie Schmierölversorgung erfolgt wieder über die Kanäle B und C .SP21-3821SchaltelementeAls Schaltelemente wirken neben der Wandlerüberbrückungskupplung Lamellenkupplungen und Lamellenbremsen. Sie dienen dazu, Schaltungen unter Last ohne Zugkraftunterbrechung vorzunehmen. Sie werden hydraulisch geschaltet.Außenlamellen InnenlamellenHydraulikkolbenKolbendeckel ÖlzufuhrÖlraum hinter dem Hydraulikkolben Ölraum vor dem HydraulikkolbenSP21-39DruckfederSchema der Lamellenkupplung K1 und K3LamellenkupplungenDie Lamellenkupplungen (K1, K2, K3) bestehen aus Innenlamellen (innen verzahnt, gleichzeitig Reibbelag) und Außenlamellen (außen verzahnt) und sind mit den drehenden Teilen über die Lamellenträger verbunden. Die Anzahl der Innen- und Außenlamellen ist nach Getriebekennzahl und Kupplung verschieden. Der Hydraulikkolben dreht sich samt seiner Ölfüllung mit. Die Ölzufuhr erfolgt über die hohle Turbinenwelle.Kupplung offen Die Lamellenkupplung K1 und K3 sind zur Gewährleistung einer gleichbleibenden Schaltqualität „fliehkraft-druckausgeglichen“. Eine Druckfeder hält die Lamellenkupplung im unbetätigten Zustand bei jeder Drehzahl offen. Vor und hinter dem Hydraulikkolben befindet sich ständig Öl im drucklosen Zustand. Es sorgt für einen Fliehkraft-Druckausgleich bei offener Kupplung und hält sie in einem definierten Anfangszustand.22AußenlamellenInnenlamellenKupplung schließt Zum Schließen der Lamellenkupplung wird Öl unter Druck in den Raum vor dem Hydraulikkolben gepreßt. Durch den Öldruck werden die Druckfeder und die Lamellen der Kupplung zusammengedrückt. Mit der Lamellenkupplung (hier Kupplung K3 für 3./4.Gang) werden über die Lamellenträger die Turbinenwelle und die kleine Antriebswelle verbunden. Die Kraftübertragung ist möglich, sie wird in den Planetenträger eingeleitet.Antriebswelle klein (Innenlamellenträger)SP21-40Ölraum vor dem HydraulikkolbenTurbinenwelle (Außenlamellen träger)Kupplung öffnet Soll die Kupplung geöffnet werden, wird der Raum vor dem Hydraulikzylinder wieder drucklos geschaltet. Durch den nachlassenden Öldruck drückt die am Hydraulikzylinder anliegende Druckfeder den Kolben in die Ausgangslage zurück. Die Kupplung K3 öffnet. Die Kraftübertragung zum Planetenträger ist wieder unterbrochen.HydraulikkolbenSP21-3923SchaltelementeLamellenbremseGetriebegehäuse Abstützung im Getriebegehäuse Außenlamellen TellerfederInnenlamellenHydraulikkolbenFreilaufgehäuse Innenlamellenträger (= Planetenträger)SP21-41Schema der Bremse B1Zum Festhalten der Getriebeteile der Planetenradsätze besitzt das automatische Getriebe 01M zwei Lamellenbremsen. Bremse B1 = Rückwärtsgangbremse Bremse B2 = 2. und 4. Gang Bremse Die Innenlamellen sitzen jeweils auf dem sich drehenden Innenlamellenträger. Mit diesem sind sie über ein Keilwellenprofil verbunden.Die Außenlamellen tragen außen profilierte Nasen. Mit diesen stützen sie sich in Nuten im Getriebegehäuse ab. Die Betätigung der Lamellenbremse erfolgt analog den Lamellenkupplungen hydraulisch. Der sich im Freilaufgehäuse befindliche Hydraulikkolben drückt über eine Tellerfeder das Lamellenpaket zusammen. Die Anzahl der Lamellen ist je nach Getriebe-/Motorkombination verschieden.24FreilaufFreilaufrichtung SperrichtungGetriebegehäuse Außenring des FreilaufsInnenring (Planetenträger)RollenSP21-42Der Freilauf ist als Rollenfreilauf ausgeführt. Die Rollen (auch als Walzen bezeichnet) befinden sich zwischen Außenring – der gleichzeitig die Aufnahme für den Kolben der Lamellenbremse B1 ist – und dem Innenring, der zum Planetenträger gehört. Der Außenring stützt sich über eine Nase im Getriebegehäuse ab. In Drehrichtung haben die Rollen Spiel, sie lassen die Drehung zu.In Sperrichtung legen sich die Rollen in den sich verengenden Spalt. Innenring und Außenring werden verbunden. Damit wird das Drehen des Planetenträgers verhindert. Der Freilauf dient in Verbindung mit den Schaltelementen zur Optimierung der Lastzuschaltung.25KraftverlaufErinnern wir uns: Entsprechend der eingelegten Fahrstufe werden vom Steuergerät, über die Magnetventile im Schieberkasten, die Kupplungen und Bremsen geschaltet. Der Freilauf F , über den sich im 1. Gang der Planetenträger abstützt (siehe Beispiel zum 1. Gang).Die Kupplungen K1 , K2 und K3 geben die Kraft an den Planetenradsatz weiter. SieFB1sind Lamellenkupplungen mit Innenlamellen und Außenlamellen, beide sind mit den drehenden Teilen verbunden; werden verwendet, um den Kraftfluß steuerbar in einem Planetenradsatz einzuleiten oder zwei Teile eines Planetenradsatzes untereinander zu verbinden. Der Hydraulikkolben dreht sich samt Ölfüllung mit. Die Bremse B1 hält den Planetenträger fest. Die Kupplung K2 treibt das große Sonnenrad. Die Kupplung K1 treibt das kleine Sonnenrad. Die Kupplung K3 treibt den Planetenträger. Die Bremse B2 hält das große Sonnenrad fest. Die Bremsen B1 , B2sind Lamellenbremsen, wobei die Innenlamellen mit dem drehenden Getriebeteil verbunden sind, Außenlamellen feststehend, ein Hydraulikkolben drückt das Paket zusammen, werden zum Festhalten eines Teiles des Planetenradsatzes verwendet.26K3K1K2B2SP21-46Die Wandlerüberbrückungskupplung K , mit der die mechanische Kraftweiterleitung vom Motor zum Getriebe erfolgt (siehe Beispiel zum 4. Gang).K27KraftverlaufWählhebelstellung N oder PAusgleichsgetriebe mit Flanschwellen Fahrtrichtung Zwischenradsatz (Triebwelle) TurbinenradB2PumpenradFB1AntriebsradK2 K1 K3vom MotorSP21-20großes Sonnenradkleines SonnenradHohlrad PlanetenträgerIn der Wählhebelstellung N oder P findet keine Drehmomentübertragung statt. Diese Neutralstellung dient uns dazu, das Kraftflußschema zu erläutern. – Das Kraftflußschema zeigt den oberen Teil des Getriebes. Der untere Teil ist zur besseren Übersichtlichkeit weggelassen. Der aktuelle Kraftfluß wird in den einzelnen Gängen durch Farbe angezeigt. Zahnräder bzw. Wellen sind mit Rechtecken oder Strichen dargestellt. Feststehende Teile sind an schraffierte Linien gebunden. sind Symbole für FreilaufHohlrad Antriebsrad Planetenträger– – –SP21-16sind Symbole für Kupplungen oder Bremsen28Die Kraftübertragung vom Planetenradsatz zum Zwischenradsatz erfolgt in allen Gängen über das Hohlrad, das mit dem Antriebsrad fest verbunden ist. Das Hohlrad wurde zur besseren Verständlichkeit im Schema als Strich dargestellt.Wählhebelstellung R = RückwärtsgangB1 K2SP21-27PumpenradTurbinenradBremse B1 hält den Planetenträger festKupplung K2 wird durch Wählhebel geschlossen großes Sonnenrad angetriebenÜbersetzung R. Gang = 2,88 Wählhebelstellung D oder 1 = 1. GangFK1SP21-21PumpenradTurbinenradKupplung K1 treibt das kleine SonnenradPlanetenträger stützt sich auf Freilauf F abÜbersetzung 1. Gang = 2,7129KraftverlaufWählhebelstellung D oder 2 = 2. GangB2K1SP21-22PumpenradTurbinenradKupplung K1 treibt das kleine SonnenradBremse B2 hält das große SonnenradÜbersetzung 2. Gang = 1,44 Wählhebelstellung D oder 3 = 3. GangK1K3SP21-23PumpenradTurbinenradKupplung K1 treibt das kleine SonnenradKupplung K3 treibt den PlanetenträgerDa das kleine Sonnenrad und der Planetenträger angetrieben werden, dreht der gesamte Planetensatz.30Übersetzung 3. Gang = 1,00Wählhebelstellung D = 4. GangB2K3SP21-25PumpenradTurbinenradBremse B2 hält das große SonnenradKupplung K3 treibt den PlanetenträgerDer Planetensatz wälzt sich auf dem großen Sonnenrad ab. 4. Gang mit ÜberbrückungskupplungÜbersetzung 4. Gang = 0,74B2K3SP21-26WandlergehäuseÜberbrückungskupplungBrems B2 hält das große SonnenradKupplung K3 treibt den PlanetenträgerÜbersetzung 4. Gang = 0,7431SystemübersichtSensorenDrosselklappenpotentiometer G69 (über Motorsteuergerät)Geber für Getriebedrehzahl G38Steuergerät für automatisches Getriebe J217Geber für Fahrgeschwindigkeit G68Geber für Motordrehzahl G28 (über Motorsteuergerät)Multifunktionsschalter F125Bremslichtschalter FKickdown-Schalter F8Anschluß für Eigendiagnose Geber für Getriebeöltemperatur G9332AktorenSchieberkasten mit den Magnetventilen N88 - N94Magnet für Wählhebelsperre N110Relais für Anlaßsperre und Rückfahrlicht J226ZusatzsignaleMotorsteuergerätKlimaanlage/Abschalten der Magnetkupplung über Steuergerät für KlimaanlageSP21-333SensorenGeber für Motordrehzahl G28Das Steuergerät des Automatikgetriebes nutzt das Motordrehzahlsignal des jeweiligen Motormanagementsystems.SP172/21Signalverwendung – Das Steuergerät vergleicht die Motordrehzahl und die Fahrgeschwindigkeit. Anhand der Drehzahldifferenz erkennt das Steuergerät den Schlupf der Überbrückungskupplung. Ist der Schlupf zu groß (Drehzahldifferenz), erhöht das Steuergerät den Anpreßdruck der Überbrückungskupplung und reduziert so den Schlupf. – Das Signal des Gebers für Motordrehzahl dient dem Steuergerät als Ersatzgröße.Ersatzfunktion Bei Signalausfall geht das Steuergerät in den Notlauf.Eigendiagnose Als Fehler wird erkannt, wenn bei Getriebeeingangsdrehzahl von mindestens 2000 1/min eine Motordrehzahl kleiner 450 1/min anliegt. Dies ist der Fall bei Unterbrechung, Kurzschluß oder zu geringem Signalpegel. Elektrische Schaltung 19 Signalleitung 42 Abschirmung 64 Versorgungsspannung J217 Steuergerät für automatisches GetriebeMotorsteuergerätSP21-5534Geber für Getriebeöltemperatur G93Der Geber für Getriebeöltemperatur G93 ist ein NTC-Widerstand. Bei steigenden Öltemperaturen verringert er seinen Widerstand.SP172/18Signalverwendung Erreicht die Öltemperatur den Grenzwert von 150 °C, wird die Überbrückungskupplung geschlossen. Der Drehmomentwandler wird dadurch entlastet, das Öl kühlt ab. Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, schaltet das Steuergerät einen Gang tiefer.Ersatzfunktion Falls bereits eine zu hohe Temperatur erkannt wurde, erfolgen Schaltungen bei erhöhten Schaltpunkten. Ansonsten wird eine Öltemperatur unterhalb der Grenztemperatur angenommen. Ein Überhitzen kann nicht mehr festgestellt werden. Eigendiagnose In der Eigendiagnose werden Kurzschluß gegen Masse und Unterbrechung als Fehler erkannt. Eine Besonderheit ist bei der Fehlerdiagnose zu beachten. Der Prozessor kann einen kalten Sensor elektrisch nicht von einer Leitungsunterbrechung unterscheiden. Deshalb muß ein Getriebezustand vorhanden sein, bei dem der Sensor mit Sicherheit warm ist. Elektrische Schaltung 6 ATF-Temperatursignal 67 Versorgungsspannung J217 Steuergerät für automatisches GetriebeSP172/2035SensorenGeber für Fahrgeschwindigkeit G68Der Geber ist ein Induktivgeber. Die Information zur Fahrgeschwindigkeit wird über das Impulsrad am Antriebsrad abgenommen.SP21-7Signalverwendung Die Information der Fahrgeschwindigkeit wird im Steuerteil benötigt für – die Entscheidung, welcher Gang geschaltet werden muß – die WandlerschlupfregelungErsatzfunktion Bei Ausfall des Signals wird die Motordrehzahl als Ersatzfunktion verwendet. Die Überbrückungskupplung wird nicht mehr geschlossen.Eigendiagnose In der Eigendiagnose wird „kein Signal“ registriert.SP21-45Elektrische Schaltung 20 Signalleitung 43 Abschirmung 65 Ausgangsspannung J217 Steuergerät für automatisches GetriebeSP21-5636Geber für Getriebedrehzahl G38Der Geber ist ein Induktivgeber. Er ist im Getriebegehäuse angeordnet und erfaßt die Drehzahl des großen Sonnenrades im Planetengetriebe.SP21-8Signalverwendung Die Drehzahl des großen Sonnenrades ermöglicht dem Steuergerät eine genaue Erkennung des Schaltzeitpunktes. Das Drehzahlsignal dient dem Steuergerät zur genaueren Berechnung folgender Funktionen: – Reduzierung des Motordrehmomentes während des Schaltvorganges durch Zündwinkelrücknahme – Steuerung der Lamellenkupplungen während des SchaltvorgangesSP21-44Ersatzfunktion Bei Ausfall des Signals geht das Steuergerät in den Notlauf. Eigendiagnose In der Eigendiagnose wird „kein Signal“ registriert. Elektrische Schaltung 21 Signalleitung (Impulse) 44 Abschirmung 66 Ausgangsspannung J217 Steuergerät für automatisches GetriebeSP21-5737SensorenDrosselklappenpotentiometer G69Das Drosselklappenpotentiometer ist mit der Drosselklappe verbunden. Es gibt ständig Informationen über die Stellung der Drosselklappe und die Betätigungsgeschwindigkeit des Gaspedals an das Steuergerät. Die Informationen erfolgen über das Motorsteuergerät an das Steuergerät für automatisches Getriebe.SP21-50Signalverwendung Die Informationen werden verwendet zur: – Berechnung des lastabhängigen Schaltzeitpunktes – Einstellung des lastabhängigen Öldruckes, gangabhängig Nach der Betätigungssgeschwindigkeit des Gaspedals ermittelt das Steuergerät für automatisches Getriebe die Schaltzeitpunkte. Ersatzfunktion Bei Ausfall des Signals ergeben sich folgende Auswirkungen: – Das Steuergerät nimmt eine mittlere Motorlast für den Schaltpunkt an. – Der ATF-Druck wird gangabhängig auf Vollgasdruck eingestellt. – Die Schaltprogramme können vom Steuergerät nicht mehr ausgeführt werden. Eigendiagnose Das Drosselklappenpotentiometer G69 ist in der Eigendiagnose beinhaltet. Elektrische Schaltung 41 Lastsignal über das Motorsteuergerät 13 Zündzeitpunktbeeinflussung G69 Drosselklappenpotentiometer J217 Steuergerät für automatisches Getriebe J220 Motorsteuergerät je nach J361 Motorsteuergerät MotorzuordnungSP21-58}38Kickdown-Schalter F8Der Kickdown-Schalter ist im Gasbowdenzug integriert. Durch ihn wird das über den Vollgaspunkt hinaus durchgetretene Gaspedal erfaßt. Er arbeitet als Schließer gegen Masse. Der Kontakt ist bei betätigtem Schalter geschlossen.SP172/23Signalverwendung Bei betätigtem Schalter erfolgt sofort die Schaltung in den entsprechenden Gang. Die Motordrehzahl wird dabei berücksichtigt. Außerdem erfolgen die Hochschaltungen bei höheren Motordrehzahlen. Wird im Kickdown-Betrieb eine hohe Motorleistung benötigt, wird die Klimaanlage für max. 8 s abgeschaltet. Ersatzfunktion Bei Ausfall des Signals erfolgt der Kickdown-Schaltpunkt bei ca. 95 % des Vollgaswertes vom Lastpotentiometer.Eigendiagnose Bei betätigtem Schalter wird vom Motorsteuergerät mit Hilfe des Lastpotentiometers überprüft, ob die Drosselklappe voll geöffnet ist. Nichtübereinstimmung wird als Fehler erkannt. Bei Fahrzeugstillstand erfolgt keine Überprüfung.Elektrische Schaltung 16 Kickdown-Signal 31 Masse J217 Steuergerät für automatisches Getriebe F8 Kickdown-SchalterSP21-5939SensorenMultifunktionsschalter F125Der Multifunktionsschalter sitzt über der Schaltwelle im Getriebegehäuse. Er wird über einen Seilzug direkt durch die Wählhebelbewegung betätigt. Aus den Schaltkontakten ergeben sich die Wählhebelstellungen P, R, N, D, 3, 2, 1. Signalverwendung – Der Multifunktionsschalter übermittelt die Wählhebelposition an das Steuergerät für automatisches Getriebe. Aus dieser wird die Getriebesteuerung abgeleitet. – Ansteuerung des Relais für Rückfahrleuchten – Sperren des Anlassers bei eingelegter Fahrstufe Ersatzfunktion Im Fehlerfall wird vom Steuergerät für automatisches Getriebe „D“ als Wählhebelstellung angenommen. Es ergeben sich folgende Reaktionen: Bei Wählhebelposition „D“, „3“ und „2“ = alle 4 Gänge werden automatisch geschaltet, das manuelle Wählen des 3. und 2. Ganges ist unwirksam. Ein Sonderfall ist das Einlegen des 1. Ganges. War der 4. Gang geschaltet, bleibt dieser geschaltet. Waren der 3., 2. oder 1. Gang geschaltet, wird der 1. Gang geschaltet. Die Wählhebelpositionen „P“, „R“, „N“ bleiben; starten ist bei „P“ möglich, bei „N“ nicht. Eigendiagnose Unterbrechungen sowie Kurzschlüsse zum Steuergerät können als Fehler erkannt werden, wenn sich dadurch eine falsche Kombination ergibt. Ein abgezogener Stecker wird als Fehler erkannt. Elektrische Schaltung F125 Multifunktionsschalter J217 Steuergerät für automatisches Getriebe J226 Relais für Anlaßsperre und Rückfahrlicht PIN-Nummer siehe unter Wählhebelpositionen.SP21-49SP21-4740Wählhebelpositionen Die Wählhebelposition wird der Getriebesteuerung vom Mutifunktionsschalter F125 durch vier Kodierleitungen übermittelt. Die Schaltkontakte 1, 2, 5 und 6 sind direkt an die Pins 63, 40, 18 und 62 des Getriebesteuergerätes geführt. Mit 2 Leitungen ist der Schalter mit Klemme 15 (Bordnetz-Spannung) und Klemme 31 (Masse) verbunden.6/62 2/40SchaltstufenAus den vier zweipoligen Schaltern des Multifunktionsschalters ergeben sich die sieben Schaltkombinationen der Schaltstufen für die Wählhebelpositionen. P = Getriebeausgang mechanisch gesperrt R = Rückwärts-Fahrbereich N = Leerlauf, keine Drehmomentübertragung D = Vorwärts-Fahrbereich, alle 4 Gänge schalten automatisch 3 = Vorwärts-Fahrbereich, 3 Gänge schalten automatisch 4. Gang wird nicht benutzt 2 = Vorwärts-Fahrbereich, 2 Gänge schalten automatisch 3. und 4. Gang wird nicht benutzt 1 = Vorwärts-Fahrbereich, es wird nur der 1. Gang benutzt7/ + 5/18 3/1/63P R N D 3 2 1SP21-48Hinweis: Die Position vom Wählhebel zum Multifunktionsschalter ist für die Getriebefunktion von Bedeutung. Die Positionen P, R, N und D werden auch mechanisch an den Wählschieber im hydraulischen Schaltgerät weitergegeben. Deshalb muß der Wählhebelseilzug exakt eingestellt sein. Hinweise dazu enthält der Reparaturleitfaden OCTAVIA, Automatisches Getriebe.41SensorenBremslichtschalter FDer Bremslichtschalter F sitzt am Bremspedal. Er arbeitet als Schließer gegen Klemme 30. Bei betätigter Bremse erfolgt Information an das Steuergerät für automatisches Getriebe.Signalverwendung Die Information „Bremse betätigt“ wird zur Aufhebung der Funktion „Wählhebelsperre“ benötigt. Nur wenn das Bremspedal betätigt ist, kann der Wählhebel bei stehendem Fahrzeug aus der P- oder N-Position bewegt werden.SP172/99Ersatzfunktion Bei Ausfall des Signals wird der Bremslichtschalter als betätigt angenommen. Es entfällt die Wählhebelsperre (Shiftlock), der Wählhebel wird nicht mehr blockiert.Eigendiagnose Der Bremslichtschalter ist in der Funktion 08, Meßwerteblock lesen, erfaßt.Elektrische Schaltung F Bremslichtschalter 15 Signalleitung 30 Plus J217 Steuergerät für automatisches Getriebe M9 Bremsleuchte M10 BremsleuchteSP21-5142AktorenMagnet für Wählhebelsperre N110 (Shiftlock-Magnet)Der Magnet befindet sich an der Schaltbetätigung. Er ist einseitig an Klemme15 angeschlossen, wird mit der Zündung geschaltet und sperrt mechanisch den Wählhebel für das Einlegen eines Fahrbereiches. Der zweite Anschluß ist mit dem Steuergerät für automatisches Getriebe verbunden. Erst durch die Betätigung des Bremspedals (siehe auch Bremspedalschalter F) wird die Sperre aufgehoben. Der Wählhebel kann in die Fahrbereiche bewegt werden. Die eingelegte Sperre wird optisch über die Skalenbeleuchtung angezeigt. Diese erlischt beim Betätigen des Bremspedals.SP21-67Reaktion im Fehlerfall Bei einer Unterbrechung unterbleibt die Sperrung des Wählhebels. Bei Masseschluß bleibt der Wählhebel in der Stellung „P“ oder „N“ blockiert.Eigendiagnose Der Magnet wird auf Unterbrechung und Masseschluß geprüft und ist in der Funktion 08, Meßwerteblock lesen enthalten.Elektrische Schaltung 15 Klemme15 29 Signalausgang (Masse) vom Steuergerät L19 Lampe für Skala Schaltbetätigung J217 Steuergerät für automatisches Getriebe N110 Magnet für WählhebelsperreSP21-5243AktorenMagnetventile N88 bis N94Die Magnetventile N88 bis N94 befinden sich im Schieberkasten des Getriebes. Der Schieberkasten ist das eigentliche hydraulische Schaltgerät des automatischen Getriebes. Alle Magnetventile sind mit dem Steuergerät für automatisches Getriebe direkt verbunden. Sie erhalten vom Steuergerät für automatisches Getriebe die Ausgangsinformationen, die für die hydraulischen Schaltvorgänge nach Schaltprogamm erforderlich sind. Signalverwendung Die Magnetventile N88, N89, N90, N92 und N94 sind AUF/ZU Ventile. Sie sind entweder offen oder geschlossen und öffnen oder schließen je einen Ölkanal.N89 N88 N92 N90 N94SP172/30SP172/29––Über die Ventile N88, N89 und N90 (Schaltmagnetventile) werden die vom Steuergerät festgelegten Gänge geschaltet. Mit den Ventilen N92 und N94 (Regelmagnetventile) wird der Komfort des Schaltüberganges beeinflußt.Die Magnetventile N91 und N93 (Regelmagnetventile) sind Modulationsventile. Durch diese beiden Ventile wird die Höhe des erforderlichen Kupplungsdruckes eingestellt. Es ist eine stufenlose Regelung. Das Steuergerät bestimmt die Höhe der Stromstärke. In Abhängigkeit der Stromstärke verändert sich der Kupplungsdruck. –N91 N93SP172/31–Das Ventil N91 regelt den Kupplungsdruck für die Überbrückungskupplung. Das Ventil N93 regelt den Druck der Lamellenkupplungen und der Lamellenbremsen.44Ersatzfunktion Im Falle einer Störung läuft das Steuergerät für automatisches Getriebe auf Notlauf . Dabei wird im Fahrbetrieb unter Berücksichtigung der Fahrgeschwindigkeit und der Wählhebelstellung in den hydraulischen 3. Gang geschaltet.SP172/105Eigendiagnose Bereits beim Einschalten der Zündung werden alle Ventile auf Unterbrechung und Masseschluß geprüft. Die Prüfung wird permanent fortgesetzt. Die Magnetventile können in den Funktionen 02, Fehlerspeicher abfragen, einzeln abgefragt werden.Elektrische Schaltung 9 10 22 47 54 55 56 58 67 J217 Magnetventil N90 Magnetventil N94 Versorgungsspannung N93 Magnetventil N91 Magnetventil N89 Magnetventil N88 Magnetventil N92 Magnetventil N93 Versorgungsspannung Magnetventile Steuergerät für automatisches GetriebeSP21-5345AktorenRelais für Anlaßsperre und Rückfahrlicht J226Das Relais ist ein Kombi-Relais. Es sitzt beim OCTAVIA auf Relaisplatz 11 des Zusatzrelaisträgers. Das Relais ist mit dem Ausgang des Steuergerätes für automatisches Getriebe (Pin 11) direkt verbunden. Der Ausgang wird mit Masse verbunden, wenn sich der Wählhebel in den Positionen P oder N befindet (Park/Neutral-Signal). Es kann nur in diesen Positionen gestartet werden. Bei einer Leitungsunterbrechung kann nur in „P“ gestartet werden. Über das Relais werden außerdem bei eingelegtem Rückwärtsgang die Rückfahrleuchten geschaltet. Das Signal kommt dazu vom Multifunktionsschalter, wenn der Wählhebel die Position „R“ hat. Eigendiagnose In der Eigendiagnose nicht berücksichtigt.SP21-64Elektrische Schaltung F125 Multifunktionsschalter J217 Steuergerät für automatisches Getriebe J226 Relais für Anlaßsperre und Rückfahrlicht B/50 Anlasser Klemme 50 D/50 Zündanlaßschalter Klemme 50 M16/17 Rückfahrleuchten 11 P, N-Signal 18 P, R, N-Signal 63 P, 1-SignalSP21-5446ZusatzsignaleZum Motorsteuergerät Das Steuergerät für automatisches Getriebe ist mit dem Motorsteuergerät direkt verbunden. Über diesen Ausgang laufen Informationen, wenn bei Schaltvorgängen über eine Zündzeitpunktbeeinflussung das Motordrehmoment reduziert werden soll. Auf Grund dieses Signals verstellt das Motorsteuergerät kurzfristig die Zündung in Richtung „spät“, das Motordrehmoment wird reduziert. Dadurch wird die Schaltqualität verbessert, die Schaltungen laufen weicher ab.SchaltvorgangOTSP21-62Zur Klimaanlage Das Steuergerät für automatisches Getriebe signalisiert dem Steuergerät für Klimaanlage den betätigten Kickdown-Schalter. Die Magnetkupplung des Klimakompressors wird daraufhin für 8 s abgeschaltet. So steht zur Beschleunigung die volle Leistung zur Verfügung. Nach dem Motorstart wird die Klimaanlage ebenfalls für 8 s abgeschaltet. Der Motor wird nach dem Start weniger belastet.8sSP21-6147TeilsystemeWählhebelsperreSchaltgestänge mit SperrkulisseSP21-66Sperrbolzen des Magnets für WählhebelsperreDie Wählhebelsperre ist eine technische Sicherungsmaßnahme bei automatischen Getrieben. Mit ihr wird Fehlbedienungen durch den Fahrer vorgebeugt. Sie arbeitet elektro-mechanisch. Die P/N-Stellung Der Wählhebel wird elektro-mechanisch in den Wählhebelpositionen P und N gesperrt. Damit ist ein unbeabsichtigtes Anfahren beim mechanischen Einlegen einer Fahrstufe (R, D, 3, 2, 1) ausgeschlossen. In die Sperrkulisse der Schaltung des Wählhebels wird bei Stellung P und N durch einen Elektromagnet (siehe auch unter Aktoren – Magnet für Wählhebelsperre) ein Sperrbolzen mechanisch eingelegt. Erst beim Betätigen des Bremspedals wird dieser wieder gelöst.48Funktionsablauf für die P/N-Stellung (schematisch)PF125R N D 3 2 1P NDer Wählhebel wird mechanisch vom Fahrer in die Position P oder N geschaltet. Diese Stellung wird vom Multifunktionsschalter F125 erkannt und dem Steuergerät für automatisches Getriebe J217 mitgeteilt. Das Steuergerät leitet über den Magnet für Wählhebelsperre N110 die Sperre ein, die durch den Magnet mechanisch erfolgt.J217F N110SP21-60Beim Betätigen der Fußbremse erhält das Steuergerät einen Impuls vom Bremslichtschalter F. Es veranlaßt daraufhin den Magnet für Wählhebelsperre, die mechanische Sperre aufzuheben. Der Magnet für Wählhebelsperre löst den Sperrbolzen. Eine Fahrstufe kann eingelegt werden.Hinweis: In den Funktionsablauf ist ein Zeitverzögerungselement eingebaut. Dies bewirkt, daß beim zügigen Schalten über „N“ (z. B. von R nach D und D nach R zum Herausschaukeln bei festgefahrenem Fahrzeug im Schnee) der Wählhebel nicht gesperrt wird. Steht dieser aber mehr als 2 Sekunden in „N“ wird die Funktion Wählhebelsperre aktiv. Bei Geschwindigkeiten größer 5 km/h wird die Wählhebelsperre bei „N“ automatisch ausgeschaltet.49TeilsystemeParksperreAntriebsrad Zwischenradstufe Parksperrenrad TriebwelleSP21-9Rasthebel EinrückhebelSchaltwelleSP21-65Mit der Parksperre wird das Fahrzeug zusätzlich zur Feststellbremse gegen Wegrollen gesichert. Sie wird bei stehendem Fahrzeug über die Wählhebelstellung „P“ rein mechanisch eingelegt. Die Parksperre wirkt auf die Zwischenradstufe des automatischen Getriebes. Das Parksperrenrad sitzt wie das Antriebsrad der Zwischenradstufe fest auf der Triebwelle. Wird der Wählhebel in die Stellung „P“ gebracht, drückt die Schaltwelle den Einrückhebel gegen den Rasthebel. Dieser hebt sich in die Zahnlücke des Parksperrenrades. Die Zwischenradstufe ist blockiert, das Fahrzeug gesichert.Sollte der Rasthebel bei der Wählstellung auf einen Zahn und nicht die Lücke treffen, steht er unter Federspannung. Bei der geringsten Bewegung des Fahrzeuges springt dann der Rasthebel in die Lücke. Rasthebel und Zähne des Parksperrenrades sind so geformt, daß bei hoher Geschwindigkeit des Parksperrenrades der Rasthebel immer abgewiesen wird. Ein Blockieren des Getriebes bei Fahrt ist damit ausgeschlossen.50Notprogramm/-laufDas elektronische System im automatischen Getriebe 01M ist robust aufgebaut. Die Fehleranalyse zeigt, daß zu 90% Leitungen, Steckverbindungen, Sensoren oder Stellglieder eventuelle Ausfallursachen sind. Das elektronische System ist so aufgebaut, daß bei Ausfall eines Eingangssignals (siehe Ersatzfunktionen unter Sensoren/Aktoren) auf ein Ersatzsignal ausgewichen wird oder ein Erfahrungswert angesetzt wird = Notprogramm.SP21-63Das elektronische Steuersystem steuert die Funktionen so, daß kein Folgeschaden auftritt.Bei Ausfall eines unbedingt erforderlichen Signals, eines Stellgliedes oder der elektronischen Steuerung selbst, wo kein Ersatzsignal gebildet werden kann, geht das System in = Notlauf . Das Fahrzeug bleibt fahrtüchtig! Der Betrieb ist dann ein rein hydraulischer. Die Wandlerüberbrückungskupplung wird abgeschaltet. Um das Fahrzeug bewegen zu können, ist der Wählhebel nach wie vor mechanisch an den Wählhebelschieber gekoppelt. Das Getriebe kann noch manuell in die Wählhebelstellungen geschaltet werden. In den Wählhebelstellungen D, 3, und 2 steht aber nur der 3. Gang zur Verfügung. In der Wählhebelstellung 1 und R steht der gewohnte Gang zu Verfügung.Hinweis: Der Ausfall eines untergeordneten Signals ist durch Komfortverschlechterung beim Schalten spürbar (Schaltstöße sind stark zu merken). Das Notprogramm setzt einen Fehlerspeicher, der in der Eigendiagnose ausgelesen werden kann. Der Notlauf bleibt solange erhalten, bis die Störung beseitigt ist.51EigendiagnoseDie Eigendiagnose überwacht elektrisch die Signale der Sensoren sowie die Ansteuerung der Aktoren und führt eine Eigenprüfung des Getriebesteuergerätes durch. Tritt ein Fehler auf, werden Ersatzfunktionen bereitgestellt. Die Fehler werden im permanenten Fehlerspeicher des Steuergerätes abgelegt. So bleiben die Fehlermeldungen auch bei abgeklemmter Batterie und abgezogenem Stecker des Steuergerätes erhalten.Der Diagnose-Steckanschluß dient als Diagnoseschnittstelle und ermöglicht eine schnelle Datenübertragung vom Getriebesteuergerät zum Fahrzeugsystemtester und umgekehrt. Die Fehler können mit dem Fahrzeugsystemtester V.A.G 1552 unter Verwendung der Programmkarte 3 ausgelesen werden.SP17-29Hinweis: Die Verwendung des Fehlerauslesegerätes V.A.G 1551 ist auch möglich. Verwenden Sie dann die Programmkarte 7. Durch den integrierten Drucker ist die Meßwerteerfassung leichter zu gestalten.Unter dem Adreßwort 02 Getriebeelektronik sind folgende Funktionen der Datenübertragung möglich: 01 – Steuergeräteversion abfragen 02 – Fehlerspeicher abfragen 04 – Grundeinstellung einleiten 05 – Fehlerspeicher löschen 06 – Ausgabe beenden 08 – Meßwerteblock lesen52Alle farbig gekennzeichneten Sensoren/Aktoren werden von der Eigendiagnose überwacht bzw. sind über die Funktion 08 - Meßwerteblock lesen prüfbar.SP21-43Hinweis: Nach einigen Reparaturen oder Auswechselungen von Bauteilen, muß das System wieder in Grundeinstellung gebracht werden, (Funktion 04 - Grundeinstellung einleiten). Das ist notwendig z. B. bei Motorwechsel, Ersatz des Motorsteuergerätes, Wechsel der Drosselklappen-Steuereinheit, Austausch des Steuergerätes für Automatikgetriebe, von Kupplungen oder SchieberkastenDie genaue Vorgehensweise zur Eigendiagnose ist dem Reparaturleitfaden OCTAVIA, Automatisches Getriebe zu entnehmen.53FunktionsplanDer Funktionsplan stellt einen vereinfachten Stromlaufplan dar und zeigt die Verknüpfung aller Systembauteile der GetriebesteuerungBauteile Batterie Anlasser (Klemme 50) Zündanlaßschalter (Klemme 50) F Bremslichtschalter F8 Kickdown-Schalter F125 Multifunktionsschalter G28 Geber für Motordrehzahl G38 Geber für Getriebedrehzahl G68 Geber für Fahrgeschwindigkeit G69 Drosselklappenpotentiometer G93 Geber für Getrieböltemperatur J226 Relais für Anlaßsperre und Rückfahrlicht J217 Steuergerät für automatisches Getriebe J220 Steuergerät für Motronic J361 Steuergerät für Simos L19 Lampe für Skala Schaltbetätigung M16/M17 Lampen für Rückfahrleuchten M9/M10 Lampen für Bremsund Schlußlicht N88 Magnetventil 1 N89 Magnetventil 2 N90 Magnetventil 3 N91 Magnetventil 4 N92 Magnetventil 5 N93 Magnetventil 6 N94 Magnetventil 7 N110 Magnetventil für Wählhebelsperre S... Sicherungen A B/50 D/50ZusatzsignaleFarbcodierung/Legende = Eingangssignal = Ausgangssignal = Plus1Abschaltung der Klimaanlage bei Kickdown54= MasseSP21-15A2 A40 U2Plusverbindung 15 im Leitungsstrang Plusverbindung 30 im Leitungsstrang Plusverbindung 15 im Leitungsstrang55Nur für den internen Gebrauch in der ·koda-Organisation. © ·KODA AUTO a.s. Alle Rechte sowie technische Änderungen vorbehalten. S00.2003.80.00 Techn. Stand 08/9721